Hamburgs Kinderschutz – mit dem Latein am Ende?

Vor einem Jahr hat die Enquete-Kommission zum Kinderschutz und Kinderrechten in Hamburg ihren Abschlussbericht mit insgesamt 70 Forderungen an die Hamburger Bürgerschaft übergeben. Wir verfolgten als Landesvorstand Hamburg die Arbeit der Enquete-Kommission, setzten uns mit den Ergebnissen auseinander und sind mit der Reaktion des Hamburger Senats auf die Forderungen schlichtweg nicht zufrieden.

Die Expert*innen und Politiker*innen der Enquete-Kommission (EK) haben mit ihrem Bericht im Dezember 2018 ein qualitativ hochwertiges und richtungsweisendes Papier zur Hamburger Kinder- und Jugendhilfe vorgelegt. Letztendlich birgt es keine neuen Erkenntnisse, vielmehr werden zahlreiche der jahrelang geäußerten Kritikpunkte der Praktiker*innen im Kinderschutz bestätigt.
Der Bericht zeigt auf, dass die letzten 14 Jahre Kinderschutzpolitik in Hamburg den Kinderschutz nicht wesentlich verbessert und den Kinderrechten keine nennenswerte Geltung verschafft hat. Als Ergebnis ist das ernüchternd, insbesondere wenn man bedenkt, dass seitens der BASFI über viele Jahre zahlreiche – zum Teil kostspielige – Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden, um den Kinderschutz zu verbessern.

Deshalb fordern wir als Landesverband Hamburg, die Bedarfe in den Blick zu nehmen statt einseitiger Kontrolle, Qualität durch Qualifizierung und faire Bezahlung sowie kontinuierliche Weiterentwicklung durch politische und fachliche Zusammenarbeit, um Hamburgs Kinderschutz tatsächlich und nachhaltig zu verbessern.

Die gesamte Stellungnahme und unsere Forderungen lesen Sie hier: