Protest für Investitionen in die Zukunft

Warnstreik in Hamburg

aus dbb aktuell, Einkommensrunde 2019 / Nr. 19

Februar 2019, Hamburg: Sprung in die eiskalte Alster

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 6. und 7. Februar 2019 hat die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt. Der dbb ruft deshalb bis zur nächsten Verhandlungsrunde bundesweit zu weiteren Warnstreiks auf, um die berechtigten Forderungen der Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen
und den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Am 12. Februar 2019 haben mehrere Tausend Landesbeschäftigte in Hamburg und Stuttgart ihren Unmut über die Verweigerungshaltung der TdL auf die Straße getragen.

Sprung in die Alster

In Hamburg zogen 1.500 Frauen und Männer mit einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Einige von ihnen machten mit einem Sprung in die eiskalte Alster auf die prekäre Lage des ö entlichen Dienstes aufmerksam. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, betonte dbb Vize Friedhelm Schäfer. „Der öffentliche Dienst hat es mit Personalde ziten im sechsstelligen Bereich, einer ausgesprochen angespannten Angebotslage auf dem Arbeitsmarkt und demografischen wie technischen Mega-Herausforderungen zu tun. Den Arbeitgebern fällt dazu nichts Besseres ein als das Zelebrieren von Tarifritualen“, kritisierte Schäfer mit Blick auf die TdL, die unter der Führung von Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz auch zur zweiten Verhandlungsrunde am 7. Februar 2019 in Potsdam mit leeren Händen gekommen war und die Gewerkschaftsforderungen
erneut als überzogen zurückgewiesen hatte. „Wer jetzt auf Zeit spielt, verspielt die Zukunft“, warnte Schäfer und forderte die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen.

Informationen rund um die Einkommensrunde 2019  finden Sie immer aktuell unter www.dbb.de/einkommensrunde.