Soziale Arbeit: Wie lange funktionieren wir noch? Zwischen Elendsverwaltung & politischem Mandat

Veranstaltungsreihe zur sozialen Gerechtigkeit in Hamburg
Dienstag, den 21. November 2017 von 17:30 – 19:30 Uhr
Tagesaufenthaltsstätte Bundesstraße 101

Mitarbeitende der Sozialen Arbeit wissen, dass sie es in ihrer Arbeit mit gesellschaftlich und politisch hergestellten Lebensverhältnissen zu tun haben. Sie können diese Verhältnisse mit guten Gründen als ungerecht bewerten. Und sie können feststellen, dass die Menschen, die sie beraten oder begleiten, hartnäckigem Mangel in wichtigen Lebensbereichen unterworfen sind: Wohnung, Arbeit, Einkommen, Zugang zu Sozialleistungen und Angeboten Sozialer Arbeit. In Hamburg hat sich das zuletzt im Konflikt um den Zugang zum Winternotprogramm und am Umgang mit Bürger/-innen bestimmter EU-Staaten gezeigt. Unter Mitarbeitende der Sozialen Arbeit in Hamburg gibt es Kritik an den Zumutungen der Aufgabe der Elendsverwaltung und Kontrolle. Wo sind die Grenzen der Zumutbarkeit? Wie können Mitarbeitende individuell und kollektiv darauf reagieren? Wie steht es in dieser Situation um das „politische Mandat“ der Sozialen Arbeit? Wer gibt Sozialer Arbeit ein Mandat: staatliche Stellen, Träger, Adressat/-innen? An wen sollen sie Ihre Kritik richten?
Über die Situation in Hamburg und die damit verbundenen Fragen diskutieren:
Prof. Dr. Tilman Lutz, Ev. Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie
Johan Graßhoff, Straßensozialarbeiter Diakonie Hamburg und aktiv in der Initiative „Uns reicht’s“
Sören Kindt, Master-Student der Sozialen Arbeit an der HAW Hamburg, Mitarbeiter beim Caritasverband Hamburg
NN, Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit DBSH
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist
Kontakt: Wolfgang Völker | Diakonisches Werk Hamburg
Tel.: 040 30 62 0-325 | E-Mail: voelker@diakonie-hamburg.de