Jahrestagung des dbb in Köln

Liebe Kollegen_innen,
ich hoffe, dass Ihr / Sie alle gut im neuen Jahr angekommen seid / sind.

Foto: Marco Urban

Foto: Marco Urban

Mittlerweile schon traditionell beginnt das neue „DBSH-Jahr“ für mich / uns mit der Jahrestagung des dbb in Köln. Das Thema der diesjährigen Jahrestagung „Herausforderung für die Demokratie – Politik contra Bürger?“ wurde in Teilen durch die Fragestellungen zur Situation der Flüchtlinge und deren notwendiger Unterstützung sowie den Problemen, die sich durch die fehlende Personalisierung in diesen Handlungsfeldern ergeben, überlagert.

Für mich haben diese Veranstaltungen immer eine große Bedeutung, kann ich dort doch losgelöst vom „Alltag“ auch einmal Hintergründe erfahren, mich mit Kollegen_innen austauschen und Netzwerke pflegen.

Dieses Jahr hat mir die Jahrestagung wieder einmal den Blick geweitet. Stehen wir in der konkreten Arbeit oft vor Fragestellungen des „Klein-Klein“, so vergessen wir oftmals die eigentlichen Zusammenhänge. So auch u.a. im Themenfeld „Menschen auf dem Weg in eine sichere Zukunft“.

In der Auseinandersetzung mit dem Thema wurde mir wieder bewusst, dass nicht die „Menschen auf dem Weg in eine sichere Zukunft“ das „Problem“ sind, sondern vielmehr die deutsche Politik und deren politische Fehlentscheidungen der Vergangenheit, die Verursacher sind. Wie so oft wird dann von der Politik versucht die Verantwortung auf die „Schwächsten“ in der Gesellschaft abzuwälzen. Für Politik bietet sich das Themenfeld der Flüchtlinge an, um vom eigenen Fehlverhalten abzulenken. Unsere Aufgabe muss es entsprechend unserer Berufsethik sein hier genau hinzuschauen und der Politik den Spiegel vorzuhalten.

Die dbb Jahrestagung 2016 hat uns entsprechendes Material anhand gegeben, dass wir nun alle studieren und unsere Folgerungen daraus treffen können. Im Rahmen der modernen Kommunikationsmethoden haben wir die Möglichkeit nun Vorträge usw. auch allen den Kollegen_innen zur Verfügung zu stellen, die nicht an der Sitzung teilnehmen konnten.

Beigefügt nun einige Links, die eine eher hintergründige Analyse betreiben und losgelöst von Alltagsfragen Probleme im politischen Handeln aus Sicht der Diskutanten / Vortragenden erläutern:

Politikwissenschaftler Patzelt: Staat muss offenen Meinungsstreit gewährleisten
http://www.dbb.de/td-jahrest2016/artikel/politikwissenschaftler-patzelt-staat-muss-offenen-meinungsstreit-gewaehrleisten.html

forsa-Chef Manfred Güllner: „Diktatur der Minoritäten“ sorgt für Entfremdung zwischen Politik und Bürgern
http://www.dbb.de/td-jahrest2016/artikel/forsa-chef-manfred-guellner-diktatur-der-minoritaeten-sorgt-fuer-entfremdung-zwischen-pol.html

Diskussion: Wähler abholen, nicht abstempeln
http://www.dbb.de/td-jahrest2016/artikel/diskussion-waehler-abholen-nicht-abstempeln.html

Weitere interessante Vorträge und Diskussionen rund um die beiden Themenblöcke können auf der Sonderseite des dbb nachgelesen werden:
http://www.dbb.de/der-dbb/events/dbb-jahrestagung/dbb-jahrestagung-2016.html

Ich wünsche gute Diskussionen zu den hier aufgeworfenen Themen.
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Leinenbach