Türkischer und deutscher Berufsverband vertiefen ihre Beziehungen

Anlässlich der ENSACT Konferenz 2013 in Istanbul veranstaltete der Türkische Berufsverband „Turkısh Assocıatıon of Socıal Workers“ (TASW) gemeinsam mit dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) ein Symposium in türkisch – deutsch mit den Themengebieten „Struktur der jeweiligen Jugendhilfe mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendschutz sowie der Sozialsysteme“.

Zum Abschluss überreichte Murat Altuggıl, Präsident der „Turkısh Assocıatıon of Socıal Workers“ (TASW) seinem Kollegen Michael Leinenbach, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) zum Dank für die Unterstützung und als Geste der Verbundenheit und Freundschaft ein Präsent zur Erinnerung an die Konferenz in Istanbul. Für den DBSH sprach dessen Vorsitzender dem türkischen Präsidenten seinen Dank für die hervorragende Organisation und die herzliche Betreuung der deutschen Delegation in Istanbul aus.

Eindrücke von Isabel Schwedhelm (JDBSH) beim Treffen der türkischen und deutschen Berufsverbände
SchwedhelmBei dem ausführlichen Treffen des türkischen Verbandes für Soziale Arbeit TASW und des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit DBSH heute Vormittag wurden wir Teil eines interessanten un dengen Austausches von nationalen Unterschieden nicht nur in Gesetzgebungen, sondern damit verbunden auch in der Sozialen Arbeit. Ein türkisches Zitat, das von einem Istanbuler Bürgermeister hier genannt wurde: Lass den Menschen leben, dann wird die Stadt auch leben. In Istanbul sind die meisten Angebote und Hilfemassnahmen in den Kommunen verankert, freie Traeger kamen heute nicht zur Sprache.

Unser föderales System von Bund, Laendern und Kommunen in Deutschland, das der DBSH-Vorsitzende Michael Leinenbach kurz und praegnant vorstellte, zeichnete sich wieder einmal als sehr komplex aus. Stichwort Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen der Kommunen… Bei den Vertretenden beider Nationen stand das ambitionierte Ziel der weiteren ethischen Konzeptionalisierung der Sozialen Arbeit als Antwort im Raum. Wie diese in den jeweiligen (nationalen) Kontexten implementiert werden soll, sei noch zu ergründen.

Es konnte jedenfalls ein informativer Austausch über die verschiedenen Arbeitskontexte und –bedingungen von Sozialer Arbeit im Gastgeberland und in Deutschland stattfinden.
Dass das Symposium auf deutsch und türkisch mit Simultanübersetzung abgehalten wurde (und sich zwischendurch Menschen auch einfach beider Sprachen bedienten), gab dem Ganzen aus den Augen einer frischen Türkischschülerin einen besonderen Reiz. Çok güzel!