Über 4000 Beschäftigte beim Warnstreik auf der Straße!

WarnstreikDie Hamburger Gewerkschaften können einen ersten großen Erfolg verbuchen. Gut 4000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes folgten heute dem Aufruf, darunter 1500 Mitglieder der im dbb hamburg zusammengeschlossenen Gewerkschaften.

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Besenbinderhof ging der dbb Landesvorsitzende Rudolf Klüver mit der Arbeitgeberseite hart ins Gericht.
Wer z.B. bei der Elbphilharmonie tagtäglich für´s süße Nichtstun Millionen verbrennt – die Beschäftigten würden für solche Tatbestände zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt werden – und andererseits den Gewerkschaften unverantwortliche Forderungen unterstellt, selbst aber kein Angebot vorlegt, der wird nicht nur unglaubwürdig, sondern verliert auch das Vertrauen in der Bevölkerung. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zieht ebenso die Verweigerungshaltung der Beschäftigten nach sich. Klüver warnte vor einem Flächenbrand. Hier ginge es auch um nackte Existenzen, denn insbesondere die niedrigen Entgeltgruppen bewegen sich hart am „Hartz-IV-Limit“.


Bei der Zwischenkundgebung auf dem Gänsemarkt unterstellte der dbb-Landesstreikleiter Michael Adomat (DPolG) den Arbeitgebern eine Beton-Kopf-Mentalität, die diesen Warnstreik und weitere Aktionen notwendig macht. Arbeitsverdichtung, Sparmaßnahmen, Kostendruck und Stellenstreichungen gehören schon heute zum Alltag aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Allein Hamburg hat im Jahre 2012 bereits über 400 Mio. € mehr an Steuereinnahmen als ursprünglich eingenommen und lässt die Beschäftigten im Regen stehen. Das sei nicht nur unfair, sondern wird von den Beschäftigten im öffentlichen Dienst Hamburgs als Provokation empfunden.

Der dbb beamtenbund und tarifunion ruft die Beschäftigten für den 04.03.2013 zu einem erneuten Warnstreik auf.

gez. Rudolf Klüver, dbb hamburg