Arbeitstreffen vom Landesverband Hamburg


Das folgende Ergebnisprotokoll soll die Funktion haben, die DBSH Mitglieder, die leider nicht an dem Arbeitstreffen teilnehmen konnten, über das Treffen zu informieren. Darüber hinaus möchte der Vorstand kurz skizzieren, wie die Ergebnisse des Treffens nachbereitet wurden. Hieraus ergeben sich folgende inhaltliche Punkte:

  • Resonanz auf die Einladung zu dem Treffen
  • Was läuft aktuell im DBSH/ Situationsanalyse
  • Gruppenarbeiten und Ergebnisse
  • Verabredung
  • Nachbereitung des Treffens (Organigramm)


Zu 1.
Insgesamt haben 16 DBSH Mitglieder an dem Treffen teilgenommen. Zwei weitere Personen haben wegen Krankheit kurzfristig absagen müssen. Der Vorstand des Landesverbandes ist hoch erfreut über die rege Beteiligung der Mitglieder an dem Arbeitstreffen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen, wurden Informationen zu aktuellen Aktivitäten des DBSH auf Bundes- und Landesebene vorgestellt und in Gruppenarbeiten dazu gearbeitet, wie der Landesverband sich strukturell und inhaltlich weiterentwickeln kann. Einige Ergebnisse dazu sind in Punkt drei zusammengefasst. Dank des guten Wetters konnten wir den Abend mit einem gemeinsamen Grillen
in einer netten Runde weiterführen und gemütlich ausklingen lassen.

Zu 2.
Ein Teil des Arbeitstreffens bestand darin, den Teilnehmer_innen einen groben Überblick darüber zu geben, welche DBSH Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene aktuell zu benennen sind. Dieser Überblick diente zum Einstieg in das Thema berufsverbandliche Arbeit und sollte in erster Linie vermitteln, woran der DBSH formell und inhaltlich beteiligt ist, welche neuen Entwicklungen es gibt, aber auch woran es fehlt. Diese holzschnittartige Zusammenfassung von Themenblöcken soll auch in diesem Protokoll noch einmal aufgeführt werden, damit auch die Mitglieder, die nicht zu dem Arbeitstreffen kommen konnten, einen kleinen, wenn auch weitestgehend unkommentierten, Einblick erhalten. Zu beachten sind die „Netzadressen“ zur weiteren Verfolgung bzw. Vertiefung der Themen.

DBSH bundesweite Aktivitäten (AUSWAHL!!!)

      1. DBSH Berufskongress in Heidelberg (Heidelberger Erklärung – berufspolitisches Positionspapier)

      2. Aktuelle Überarbeitung der berufsethischen Prinzipien des DBSH in der AG Ethik

      3. Mitwirkung bei der Stockholmer Konferenz der IFSW (international federation of social work)
      im Juli 2012 – www.ifsw.org.de

      4. Mitwirkung im Bündnis „Kinder und Jugendhilfe für Professionalität und Parteilichkeit“ – www.buendnis-jugendhilfe.de

      5. Junger DBSH (in Gründungsphase) Schwerpunkt junge (studentische) Themen, Hochschularbeit, fachliche und berufspolitische Innovationen, Verbesserung der Kommunikation (mediale Vernetzung etc.) – Facebook Gruppe „Junger DBSH“

      6. Offener Brief an Familienministerin Schröder, da das von der AGJ (Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe) organisierte und von dem BMFSJ in Auftrag gegebene CIP (Council of International Program) Programm eingestellt werden soll.

      7. Neuer Internetauftritt des DBSH ab Herbst 2012, der junge DBSH wird eine eigene Rubrik erhalten.

DBSH Landesverband Hamburg (aktuelle Aktivitäten)

      1. Delegiertenarbeit des Landesverbandes (Landestarifkommission, Bundestarifkommission, Bundesmitgliederversammlung, Erweiterter Bundesvorstand etc.)

      2. Vertretung in arbeitsrechtlichen und tarifrechtlichen Angelegenheiten/ Beratung (Ansprechperson – Frank Heil, Siggi Zielke)

      3. Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit (homepage, twitter, facebook & Co)
      www.dbsh-hamburg.de, @DBSH_Hamburg

      4. Positionspapiere zur Hamburger Jugendpolitik (Stellungnahme zur aktuellen Jugendpolitik in
      Hamburg
      , (stark ausbaufähig, Kommunikationskanäle ausweiten, Vernetzungsarbeit etc.)

      5. DBSH Hochschulgruppe an der HAW (erstes Treffen am 04.10.12)

      6. Gedankliche Arbeit daran, wie der Landesverband noch aktiver und attraktiver für Sozialarbeiter_innen sein kann

Hamburger Themen, die uns als Berufsverband bewegen aktuell aber aufgrund personeller Ressourcen weitestgehend unbearbeitet bleiben.

      1. Bundekongress Soziale Arbeit (ohne Vertretung)

      2. Netzwerk Offene Kinder- und Jugendarbeit – gegen Kürzungen in der OKJA (ohne Beteiligung)

      3. Mobilisierungstreffen der Gewerkschaften (Verdi, GEW, Paritätischer Wohlfahrtsverband) Situation im Hamburger ASD (JUS-IT, EG 10, Stellenvakanzen, Personalbemessungssystem etc.)

      4. Berufspolitische und fachpolitische Positionspapiere auf der Höhe der Zeit (z.B. bzgl. Schuldenberemse, Kürzungen in der OKJA, Arbeitssituation des ASD, Tarifpolitik freier Träger)

      5. Kontinuierliche Streuung der Informationen an die Mitglieder

Zu 3.
In Gruppenarbeiten haben die Teilnehmer_innen des Treffens zu folgenden Fragestellungen gearbeitet:

      1. Welche auf Hamburg bezogenen gewerkschaftlichen und berufsverbandlichen Themen
      bewegen die aktiven und passiven Mitglieder?

      2. Welche Alleinstellungsmerkmale machen den DBSH für die Weiterentwicklung der Profession
      unverzichtbar? Wie kann der DBSH für Sozialarbeiter_innen fassbarer werden?

Arbeitsergebnisse:
Zur Frage 1
kann zusammenfassend gesagt werden, dass die Teilnehmer_innen klassische Themen wie Arbeitsbedingungen und Entlohnung, damit verbunden die (fehlende) Wertschätzung der Sozialen Arbeit diskutiert haben. Darüber hinaus wurde über die Notwendigkeit von mehr Identifikation mit dem Berufsfeld und die fehlende Bereitschaft sich berufsverbandlich zu organisieren reflektiert.
Da viele Teilnehmer_innen aus der Jugendhilfe anwesend waren, fanden auch Themen wie die Arbeitsbelastung in den Hamburger ASD, fehlende Fallobergrenzen, aktuelle Jugendpolitik der Stadt Hamburg in die Diskussion Einzug. Ein besonderes Thema war der kritische Blick auf Jugendhilfe selbst, bzw. die Teilrealität, dass Jugendhilfe fallbezogen auch schädlich sein kann und Familien und deren Kinder und Jugendliche unter Umständen auch vor Jugendhilfe geschützt werden müsse.

Zur Frage 2
und damit der Auseinandersetzung mit den Alleinstellungsmerkmalen des DBSH konnte herausgearbeitet werden, dass die Besonderheit des DBSH im Wesentlichen darin besteht, dass der
Verein sowohl Berufsverband als auch Fachgewerkschaft ist. Neben der Vertretung der Mitglieder in gewerkschaftlicher Hinsicht (Vertretung bei Tarifverhandlungen durch die dbb Tarifunion), setzt sich
der DBSH kontinuierlich z.B. mit ethischen Richtlinien für die Profession, Qualitätsstandards für eine professionelle Berufspraxis, Kernkompetenzen von Sozialarbeiter_innen, Theorie – Praxisbezügen
etc. auseinander und nimmt so direkten Einfluss auf die Ausbildung von Sozialarbeiter_innen und die Weiterentwicklung der Profession. Eine weitere Besonderheit ist die anwaltliche Vertretung „in schwierigen Zeiten“ (Tarif- und arbeitsrechtliche Vertretung) sowie die internationale Anbindung des DBSH an die IFSW (international federation of social work). Fassbarer könne der DBSH vor allem
dadurch werden, dass er durch Öffentlichkeitsarbeit „präsenter“ an seine Zielgruppen (bestehende Mitglieder, Studierende, Professionelle) herantrete und stärker durch fachlich inhaltliche Arbeit und
Interessenvertretung auffalle.

Zu 4.
Nach der Arbeitsphase und viel konstruktiver Diskussion und Austausch galt es Verabredungen zu treffen, wie die Diskussionen an Nachhaltigkeit gewinnen können. Damit verbunden ist die Frage,
wer kann welche zeitlichen Ressourcen einbringen und ist bereit, ein Stückweit den Schritt hinein in den „aktiven DBSH“ zu wagen.

Verabredungen

  • Das Arbeitstreffen soll als „Setting“ auch künftig genutzt werden, um themenbezogene Diskussionen im Landesverband zu führen, Stellungnahmen zu erarbeiten, den Landesverband weiter zu entwickeln und das soziale Miteinander des DBSH Landesverbandes zu fördern.
  • Frank O. unterstützt den DBSH Landesverband in Fragen rund um Möglichkeiten des Personal- bzw. Betriebsrates und hat sich dazu bereit erklärt, eine Art to do Liste zu entwerfen, die Mitarbeiter_innen Möglichkeiten und Rechte aufzeigt, um bei zu hoher
    Arbeitsbelastung Handlungsoptionen zu haben.
  • Neben der klassischen Vorstandsarbeit wird angestrebt, mehr Energie in themenbezogene Arbeitsgruppen zu investieren. Da der DBSH aktuell ein „ehrenamtlicher Mitmachverein“ ist, können hier unkompliziert Themen, die Mitglieder bewegen, bearbeitet und der DBSH als kommunikative Plattform genutzt werden.
  • Aktuell gibt es zwei aktive Arbeitsgruppen:
        1. DBSH Hochschulgruppe (hier wird die Idee verfolgt, die Öffentlichkeitsarbeit an Hochschulen zu intensivieren und mit Studierenden die Notwendigkeit einer berufsverbandlichen Vertretung zu diskutieren. Diese Arbeitsgruppe steht in engem Kontakt mit der bundesweit vernetzten Initiative Junger DBSH, welche sich aktuell gründet). Wer hierzu Fragen hat, kann sich an folgende Mailadresse wenden: hochschulkontakt@dbsh-hh.de Ansprechperson für diese Gruppe ist Jan Hochthurn.

        2. AG Kinder- und Jugendhilfe (hier wird u.a. die Idee verfolgt, jugendpolitische Entwicklungen in Hamburg aktueller zu besprechen und auch zu kommentieren). Ansprechperson für diese AG wird Sigrun Zielke (siggi.zielke@gmx.de) sein.
  • Der Vorstand des Landesverbandes wird das Treffen inhaltlich nachbereiten und weiter daran überlegen, den Landesverband inhaltlich stärker zu beleben und strukturell weiterzuentwickeln.
  • Es wird ein Arbeitstreffen (voraussichtlich Dezember 12) geben, um zu schauen, was sich aus den Diskussionen und Verabredungen entwickelt hat.