Nun denn, so streiken wir also…

Wie konnte es soweit kommen? Verwaiste Arbeitsplätze von verantwortungsvollen Sozialpädagogen in den Jugendämtern und anderen sozialen Einrichtungen! Und nicht nur dort…
 
Ich kann euch erklären, wieso es soweit kommen musste.
 
WIR HABEN DIE SCHNAUZE VOLL!
 
Zwei Mal wurde verhandelt und zwei Mal hat sich Herr Möllring als Verhandlungsführer der Länder geweigert ein Angebot zu machen. Diese Haltung zeugt von unglaublicher Arroganz und Geringschätzung gegenüber den Angestellten im öffentlichen Dienst. Er redet davon, dass wir sichere Arbeitsplätze auch in der Krise haben und deswegen nicht aufmucken sollen. Er redet aber nicht davon, dass Angestellte in der Verwaltung schon immer weniger verdient haben, als Angestellte in der freien Wirtschaft. Von der extrem miesen Bezahlung des „Frauenjobs“ Sozialpädagoge mal ganz zu schweigen… Die Verwaltung war schon immer die Melkkuh der Politik. In schlechten Zeiten wird gespart, in guten Zeiten ebenfalls, um die schlechten Zeiten abzusichern. Da läuft doch was verkehrt. Keine Wertschätzung für gesellschaftliche relevante Arbeit, keine angemessene Bezahlung für Aufgaben, die manchmal nur mit übermenschlichen Kräften zu bewältigen sind. Und dann noch so dumme Sprüche von der Arbeitgeberseite.
 
Wie bereits eingangs erwähnt: WIR HABEN DIE SCHNAUZE VOLL!
 
Anscheinend geht Herr Möllring davon aus, dass die Masse satt an ihren Gehältern ist. Dies ist ein Trugschluss. Es geht hier nicht nur um miese Bezahlung und die Hoffnung, dass wenigstens die Inflation ausgeglichen wird. Es geht darum, dass die Verwaltung als der teure gesellschaftliche Kostenfaktor dargestellt wird. Dass hier Menschen sich tagtäglich zu einen Gehalt, dass nicht mal den Titel Aufwandsentschädigung verdient, den Hintern aufreißen und insbesondere im sozialen Bereich trotz Studium und Diplom (bzw. Bachelor) grade einmal E9 verdienen, scheint in der Politik niemanden zu interessieren.
 
Dass gute Arbeit gute Bezahlung verdient steht ja wohl außer Zweifel!
 
Ich lasse mir diese Haltung nicht länger gefallen. Mir geht es nicht darum, ob wir am Ende 2 oder 3 Prozent mehr Lohn bekommen. Mir geht es darum Herrn Möllring und Co. die Meinung zu geigen! Mir geht es darum, dass die Politiker wahrnehmen, dass die „Wutbürger“ auch in den Ämtern zu finden sind und nicht mehr alles mit sich machen lassen!
 
Ich kann nur eines dazu sagen: Herr Möllring, ich STREIKE!
 
Für den Landesvorstand des DBSH-Hamburg
 
Florian Wolff

Fotos und Videos von der Demo