TdL verweigert Angebot – So nicht, Herr Möllring!

dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr berichtet nach den Verhandlungen den Medien

Unerfreulich verlief der Auftakt zur zweiten Runde der Einkommensrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und unerfreulich endeten die Gespräche auch. TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring äußerte unmittelbar vor Beginn der 2. Verhandlungsrunde: „Die Gewerkschaften müssen von ihren völlig überzogenen Forderungen runter. Dann können wir über vernünftige Zahlen reden.“ Das war eine Kampfansage in Richtung der Beschäftigten im Länderbereich. „Wir haben drei Verhandlungsrunden vereinbart“, so dbb-Verhandlungsführer Frank Stöhr, „und jetzt am Ende der 2. Runde ist festzustellen, wir sind noch meilenweit von einem vernünftigen Kompromiss entfernt.“ Stöhr weiter: „Das liegt nicht allein an der Komplexität der Fakten, sondern daran, dass die TdL sich in materiell relevanten Fragen nicht bewegt.“ Als Konsequenz dieses enttäuschenden Verhandlungsverlaufs ruft die dbb tarifunion für die Zeit ab dem 26. Februar 2011 bundesweit zu Warnstreiks auf.

Unsere Forderungen sind bekannt!
Unsere Forderungen sind richtig!

Seit Mitte Dezember 2010 sind die Gewerkschaftsforderungen bekannt. Wenn nun die TdL nach wie vor ein Angebot verweigert, macht das mehr als deutlich, dass sie nicht auf Kompromisse setzt.

  • Noch immer liegt kein TdL-Angebot auf dem Tisch. Die TdL hält also eine Einkommensverbesserung für die Landesbeschäftigten nicht für notwendig.
  • Die TdL hat noch nicht erkannt, was für eine große Bedeutung eine moderne Entgeltordnung auch für die Arbeitgeber hat. Im Wettbewerb um die besten Köpfe brauchen wir eine wettbewerbsfähige Eingruppierung. Die gibt es nicht zum Nulltarif.
  • Es ist nicht akzeptabel, dass die TdL sich im Bereich der Lehrkräfte noch immer weigert, überhaupt eine Entgeltordnung zu vereinbaren.
  • Auch die Übernahme der Auszubildenden wird kein Selbstläufer werden.

Auch Beamte sind betroffen!

Klar, dass diese Verweigerungshaltung, die heute in den Tarifverhandlungen die Arbeitnehmer trifft, sich in einer Nullrundenrhetorik für die Beamten fortsetzen wird. „Deshalb ist es besonders wichtig“, so dbb-Verhandlungsführer Stöhr, „dass wir jetzt Schulter an Schulter für mehr Geld demonstrieren. Ich stelle fest, dass die Bereitschaft unserer Beamtinnen und Beamten hoch ist, sich einzumischen und gemeinsam mit den Arbeitnehmern auf die Straße zu gehen. Das werden wir schon in der Aktionsphase ab dem 26. Februar bestätigt sehen.“

Bundesweite Aktionsphase

Die dbb tarifunion ruft ab dem 26. Februar 2011 bis einschließlich 9. März 2011 bundesweit zu Aktionen auf. Zwischen Schleswig-Holstein und Bayern werden die Beschäftigten in unzähligen Kundgebungen für ihre Interessen einstehen. Über die genauen Orte und Zeiten unterrichten wir auf unserer Homepage unter www.tarifunion.dbb.de. Wer am aktuellen Stillstand etwas ändern will, muss
sich einreihen – in Dresden, in Düsseldorf, in Nürnberg, in Bremen, einfach überall, wo in der nächsten Zeit für faire Bezahlung und gegen Nullrunden demonstriert wird. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 9. März 2011 muss der TdL klar sein, dass sie unsere berechtigten Forderungen nicht einfach aussitzen kann!

Der dbb hilft!

Unter dem Dach des dbb beamtenbund und tarifunion bieten kompetente Fachgewerkschaften mit insgesamt mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern den Beschäftigten des Öffentlichen Diensts und seiner privatisierten Bereiche Unterstützung sowohl in tarifvertraglichen und beamtenrechtlichen Fragen als auch im Falle von beruflichen Rechtsstreitigkeiten. Nur Nähe mit einer persönlich überzeugenden Ansprache jedes Mitglieds schafft auch das nötige Vertrauen in die Durchsetzungskraft einer Solidargemeinschaft.
Der dbb beamtenbund und tarifunion weiß um die Besonderheiten im Öffentlichen Dienst und seiner privatisierten Bereiche. Nähe zu den Mitgliedern ist die Stärke des dbb. Wir informieren schnell und vor Ort über www.dbb.de, www.tarifunion.dbb.de, über die Flugblätter dbb aktuell und unsere Magazine dbb magazin und tacheles.
Mitglied werden und Mitglied bleiben in Ihrer zuständigen Fachgewerkschaft von dbb beamtenbund und tarifunion – es lohnt sich!